Marketing: Die Gunst der Krisenstunde erkennen!

27 Apr

Marketing business salesDie Zeichen stehen auf Sparen, denn die Krise verlangt ihre Opfer. Dabei ist gerade jetzt die Zeit verstärkt ins Marketing zu investieren – und zwar insbesondere dann, wenn man mit einem schwierigen Umfeld kämpfen muss. Was auf den ersten Blick widersinnig anmuten mag, ergibt bei genauerer Betrachtung durchaus Sinn. Schließlich sind die von der Krise diktierten Bedingungen für Auftraggeber nicht die schlechtesten.

Gegenwärtig kann man es wieder verfolgen: Die Konjunktur verfinstert sich bedrohlich und die Unternehmen müssen zwangsläufig über Einsparungen nachdenken. Beliebtes Opfer: das Marketing-Budget.  Das passiert fast schon reflexartig, ist aber eigentlich ein grandioser Fehler.

compassWarum? Gerade in schwierigen Zeiten gilt es, bestehende Marktanteile zu festigen. Umso mehr, wenn man die Krise selbst noch nicht zu spüren bekommt. Man kann sogar einen Schritt weiter gehen: Eben dann ist die beste Gelegenheit, neue Marktanteile dazu zu gewinnen oder eben das vorzubereiten.

Aber natürlich sind Einsparungen im Marketing leicht zu rechtfertigen, denn sie bringen keine unmittelbaren Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb. Gerade deswegen gehören sie wohl zum Standradrepertoire der „Krisenmanager“. Dabei liegt das daraus resultierende Verhängnis eigentlich nur allzu deutlich auf der Hand.

Hat ein Unternehmen nämlich mit einbrechenden Abverkäufen zu kämpfen, muss etwas für die Verkaufsförderung getan werden. Wie aber soll das gelingen, wenn man die Grundlage dazu entzieht?  So manche Sparmaßnahme entpuppt sich da schon mittelfristig als Flurschaden, den man teuer bezahlen muss.

Das Postulat, dass man im Marketing eher antizyklisch denken muss, ist indes beileibe nicht neu.  Nur tun sich viele Unternehmen sehr schwer damit und vertrauen oft lieber auf die alten, scheinbar „bewährten“ Rezepte: Kürzen, Einsparen, Streichen!

Eine Krise zwingt zweifellos zum Sparen, jedoch ist blindwütiger Aktionismus selten ein guter Ratgeber.  Und wer jetzt die Marketing-Aktivitäten auf Null fährt, überlässt dem Wettbewerb das Feld. Für den ist das dann wie ein Elfmeter ohne Torwart.

Statt nun also einfach alles auszusetzen, ist es besser Strategien und Positionierungen unter die Lupe zu nehmen. Auch sind Boomzeiten wie die vorausgegangenen Jahre immer wieder dazu geeignet, einen Schlendrian bei der Organisation und den Prozessen einkehren zu lassen. Und eben das sollten die ersten Ansatzpunkte für Einsparungen sein.

business dealRichtig lohneswert ist ein verstärktes Engagement in das Marketing zu Krisenzeit jedoch auch aus einem anderen Grund:  Es finden auch auf Anbieterseite Marktbereinigungen und Konsolidierungen statt, die in der Summe dazuführen, dass man als Auftraggeber besonders günstige Konditionen erhalten kann.

Darüber hinaus zeigen sich die Anbieter natürlich in diesen Momenten besonders verhandlungsbereit.  Und selbstverständlich sind einmal getroffene Vereinbarungen immer auch die Grundlage für Anschlussvereinbarungen in besseren Zeiten, in denen sich das Preisniveau eher zugunsten der Anbieter entwickelt.

Fazit: Finger weg vom Rotschrift bei der Überprüfung der Marketing-Budgets!

as.prms

Bilder: Fotolia

(1) Marketing business sales © Robert Mizerek #6691979

(2) compass © Tobias Machhaus #8957978

(3) business deal © shoot4u #10790933

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2 Antworten to “Marketing: Die Gunst der Krisenstunde erkennen!”

  1. werbeagenturdanuela 1. Juni 2010 um 1:13 pm #

    Tja – ist schon 1 Jahr vergangen… die Zeichen stehen weiter auf Sturm und ich denke, wir haben noch nicht aller Tage Abend. Bestes Beispiel ist der Abgang von Horst Köhler!
    Allen viel Erfolg

    • asprms 3. Juni 2010 um 8:58 am #

      Im Moment habe ich eher das Gefühl, als ob die gegenwärtige Debatte um die Krise vorrangig eine politische ist. In der Wirtschaft – so mein Eindruck – will man sich davon nicht so recht einfangen lassen. Ganz nach dem Motto: „Sollen die mal reden …!“

      Das ändert aber natürlich nichts daran, dass die Lage insgesamt noch keinen Anlass für Jubelarien bietet. Für mich zählt nach wie vor: Mit Lamentieren gewinnt man keinen Blumentopf, deshalb müssen wir anpacken und das Beste daraus machen. Ok, das war eine Phrase! Wo ist das Phrasensparschwein?

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