Darum blogge ich!

28 Nov

Uff, was war das bloß wieder für eine Woche: ziemlich viel unterwegs und einmal mehr einfach keine Zeit, Blog zu schreiben. Dabei hatte ich es mir doch so fest vorgenommen. Und wir alle wissen ja, wie wichtig Bloggen heute ist. Das sage ich auch meinen Kunden immer wieder. Aber warum blogge ich eigentlich. Diese banale Frage habe ich bislang vielleicht nicht umgangen, aber eben auch nicht zufriedenstellend beantwortet. Das wird jetzt anders.

 

Die tägliche Hektik zwingt natürlich auch mich dazu, meinen Blog immer wieder nach hinten zu schieben und mich mit anderen, vermeintlich wichtigeren Aufgaben zu befassen. Trotzdem stelle ich am Ende des Tages eigentlich immer fest, dass ich sehr viel Zeit mit anderen Social-Media-Anwendungen verbringe. Und dabei verplempere ich keineswegs nur Zeit, sondern profitiere von all den Vorteilen, die ich meinen Kunden immer wieder unter die Nase reibe: Ich erfahre Grundsätzliches, erhalte Vorabbewertungen, tausche mich mit Kollegen aus und, und, und.

 

Twitter, Amplify, Friendfied, XING – ich bin schon aktiv. Nur meinen PRMS-Blog habe ich bislang nicht mit der Konstanz gepflegt, die er eigentlich verdient. Warum nur?  Die Antwort ist frappierend einfach: Ich stand einfach nicht wirklich mit Haut und Haaren dahinter.

 

Wenn man sich so etwas erst einmal eingestanden hat, ist der nächste Schritt gar nicht so schwer: Ich habe also kurzer Hand das Ganze wieder in die Tonne getreten. Auweia, darf man so was sagen? Warum denn eigentlich nicht! Eben darum geht es doch bei Social Media. Ich war bisher viel zu sehr mit der richtigen Strategie beschäftigt, die ich verfolgen wollte, und habe darüber das Wichtigste vergessen.

 

Seitdem wir alle von Social Media reden – und da bilde ich eben keine Ausnahme – sagen wir Kunden, dass sie weg müssen von standardisierter 08/15-Kommunikation mit inhaltslosen Botschaften. Social Media hat etwas mit Persönlichkeit, mit Dialog und eben nicht mit klinisch reiner Kommunikation zu tun. Man darf sogar Fehler machen, wenn man Manns genug ist, sie einzugestehen. Und genau diese Medizin muss ich jetzt eben selbst schlucken.

 

Die Wahrheit ist, dass ich wie viele andere der Meinung bin, dass man an Social Media nicht mehr vorbei kommt. Genau deswegen bin auch ich auf den fahrenden Zug aufgesprungen und habe das Bloggen angefangen. Meine Beiträge waren aber viel zu sehr darauf bedacht, den Leser zu verändern. Dabei geht es doch letztlich vor allem darum, sich zu öffnen und zu zeigen, wer man ist und warum man so ist, wie man ist.

 

Das habe ich von Anfang an nicht richtig beherzigt.  Bei mir war letztlich viel zu viel erhobener Zeigefinger mit dabei. Weil das aber an meiner Zielgruppe vorbei ging, habe ich umgesattelt und mich mit sehr viel Grundsätzlichem auseinandergesetzt. Das war schön und gut, hat mich aber nicht entscheidend weiter gebracht. Nein: Es hat mich sogar gelangweilt. Deswegen gehe ich davon jetzt auch wieder weg und beginne über mein Leben als PR- und Kommunikationsberater zu schreiben: einfach nur so, um einen Einblick in mein Schaffen zu geben.

 

Boa, ich glaub‘ jetzt habe ich endlich meine Linie für den PRMS-Blog gefunden!

 

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2 Antworten to “Darum blogge ich!”

  1. beate 29. November 2009 um 9:42 am #

    na, dann bin ich ja mal gespannt, welche einblicke du uns in zukunft gewährst und ob du jetzt regelmäßiger bloggst. wahrscheinlich kann man nur regelmäßig über etwas schreiben, was einen selbst nicht loslässt. mitteilungsbedürfnis eben.
    viel erfolg mit der neuen linie!
    beate

  2. Nicole 29. November 2009 um 11:00 am #

    Ehrliche Worte, die bestimmt nicht leicht gefallen sind. Aber sie lassen sich gut lesen. Ich hoffe, so ehrlich geht es hier jetzt auch weiter, dann werde ich bestimmt zur treuen Leserschaft gehören. Viel Glück und Spaß auf dem neuen „Blog-Weg“

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