Kleinanzeigen als Lektion für Verlage?

11 Apr

In diesen Tagen erreichte mich der Frust eines Verlagschefs.  Er äußerte mehr oder minder unverholen seinen Unmut darüber, dass viele Unternehmen einfach keine vernünftige Mediaplanung mehr machten.

Jedoch muss man sich  auf Verlagsseite fragen lassen, warum (mittlere) Unternehmen überhaupt noch Geld für eine ganzseitige Anzeige in die Hand nehmen sollen – und das dann auch noch systematisch? Die Preise stehen meist einfach nicht mehr in einem akzeptablen Verhältnis zu den möglichen Effekten.

Oft winken Verlage zwar mit ihren Mediadaten und versprechen relevante Zielgruppen, die sie mit ihren Objekten angeblich erreichten. Nur  – und das ist schon lange ein offenes Geheimnis – geben diese Daten meist kein realistisches Bild wider. Das Problem dabei ist übrigens nicht zuletzt, dass man in den Verlagen angefangen hat, den eigenen Mediadaten Glauben zu schenken.

Umdenken tut also not: Google macht dabei eigentlich schon lange vor, wie Verlage Geld machen können. Die großen Budgets werden sich langfristig nur noch schwer erzielen lassen. Stattdessen wird man wohl nicht umhinkommen, kleiner Werbeprodukte in höherer Stückzahl zu verkaufen. Und dabei wird man natürlich auch über die Formen des Publizierens nachdenken müssen.

Das alles ist eigentlich keine schrecklich neue Erkenntnis. Nur tut man sich gerade in den etablierten Verlagen noch immer sehr schwer damit. Aber andererseits haben selbst Social-Media-Giganten wie Facebook Probleme damit, eine geeignete Form des Werbens anzubieten: Börsengang: Wie Facebook um Kleinanzeigen keilt | FTD.de.

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