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#Updated: Der Tropfen, der das Fass …

27 Sep

Alles begann mit einer einfachen Frage meiner Frau: „Ich habe fünf Euro mehr Gehalt bekommen. Weißt du, was das ist?“ Für mich war es die Abkehr von all dem, an das ich bis dahin politisch geglaubt habe. Ein Weckruf. Schmerzhaft und unnachgiebig, denn er ruinierte eine Marke nahezu vollständig für mich.

Erinnern Sie sich auch noch an Gerhard Schröder und seine „Jahrhundert-Steuerreform?“ Sie versprach viel und hielt wenig. Dennoch ist sie nur eine Facette im Niedergang einer politischen Marke.

Aber keine Sorge: Dies wird kein politischer Kommentar. Mein Thema ist vielmehr die Frage nach dem Wert einer Marke und wie er sich in der Kommunikation zeigt: Wie man ihn pflegt und wie man ihn ausbaut?

Was aber haben fünf Euro mehr Gehalt damit zu tun, mag mancher fragen. Die Antwort ist vergleichsweise schlicht: Sie sind vor allen Dingen eine enttäuschte Erwartungshaltung. Gerade die Erwartung ist aber ein entscheidendes Kriterium für den Aufbau und die Pflege einer Marke. 

Alles beginnt aber eigentlich mit einer anderen einfachen Frage. Nämlich: Was definiert eigentlich eine Marke?

[Denn] zunächst ist eine Marke vor allem ein Anspruch, ein Versprechen. Sie löst eine Erwartungshaltung aus, der sie gerecht werden muss. Und genau da kommen fünf Euro mehr Gehalt ins Spiel. Nach schier endlosem Ringen konnte die SPD unter Führung von Gerhard Schröder im Jahr 2000 endlich eine Steuerreform auf den Weg bringen. Es schien wie eine Erlösung, wie ein Durchbruch.

Viele Deutsche lechzten schon damals unter einer erdrückenden Steuerlast. Was  Union und FDP davor verwährt blieb, gelang Schröder: Er brachte eine Reform des Steuersystems durch Bundestag und Bundesrat. Und die Deutschen waren voller Hoffnung, denn sie glaubten Schröder und der SPD, wurden aber bitter enttäuscht: Die vemeintliche „Jahrhundertreform“ entpuppte sich zum Rohrkrepierer, der letztlich nicht die ersehnte Entlastung brachte. Im Falle meiner Frau waren es ganze 5 – in Worten: fünf – Euro.

Diese Enttäuschung leitete eine Erosion der Marke #SPD ein, denn ihre Glaubwürdigkeit begann zu bröckeln. Eine Marke braucht [aber eben] Glaubwürdigkeit. Das alleine genügt aber nicht. [Und sie] muss auch zeigen und beweisen können, dass das ihr entgegengebrachte Vertrauen gerechtfertigt ist. Sie muss erlebbar sein – und zwar von denjenigen, die auf sie vertrauen sollen.

Glaubwürdigkeit und Vertrauen – beides sind sehr stark emotional unterfütterte Begriffe. Damit begibt man sich in den Bereich der Befindlichkeiten. Stimmungen, die schnell zu Haltungen werden, bevor sie sich letztlich zu Einstellungen verfestigen.

Die Wahrnehmung dessen, den man erreichen will, spielt dabei die zentrale Rolle. Wie, wann und wo erreicht man ihn? Was spricht ihn an? Wofür interessiert er sich? Und vor allen Dingen: Was möchte er?

Es sind diese banalen Fragen, die viel zu oft untergehen im Einheitsbrei der Unternehmenskommunikation. Dabei verdienen sie doch eigentlich die meiste Aufmerksamkeit.

Still more to come …

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5 Tipps für die Durchführung des bestmöglichen virtuellen Meetings

24 Aug

Moderne Technologie soll die Zusammenarbeit nicht nur ermöglichen, sondern vereinfachen. Virtuelle Meetings sind dafür bestens geeignet, wenn man die richtige Herangehensweise wählt. Während meiner Arbeit bei TeamViewer halte ich jeden Tag regelmäßig virtuelle Meetings ab, so dass ich mittlerweile die besten Wege für die Durchführung dieser Meetings gelernt habe.

Basierend auf diesen Erfahrungen gebe ich euch also ein paar Tipps für das bestmögliche virtuelle Meeting:

 

  • Seid vorbereitet, auch auf Unerwartetes: Natürlich wäre es ideal, wenn man auf jede unerwartete Situation vorbereitet sein könnte – Tatsache ist aber, dass dies nur selten der Fall ist. Verschwendet also nicht zu viel Zeit damit, euch Sorgen um unvorhersehbare Probleme zu machen, sondern kommt einfach so gut vorbereitet wie möglich zu eurem Meeting. Wenn beispielsweise ein technisches Hindernis während der Diskussion über eine Marketing-Kampagne auftaucht, dann verschiebt ihr die Diskussion über das technische Problem und konzentriert euch auf das, was ihr ursprünglich besprechen wolltet. Die technische Angelegenheit kann zu einem späteren Zeitpunkt mit den richtigen Ansprechpartnern geklärt werden. Online Meetings ermöglichen die Zusammenarbeit von verschiedenen Personengruppen, unabhängig von ihrem Aufenthaltsort. Dadurch können Effizienz und Produktivität gesteigert werden, und eure Technologie sollte das auch unterstützen.

 

  • Steckt euch ein Ziel für das Meeting (und haltet euch daran!): Sagt unnötige Meetings ab und fasst mehrere kleinere Meetings nach Möglichkeit zusammen. Online Meetings sollen euren Tagesablauf ergänzen und euch und eurem Team dabei helfen, fokussiert zu bleiben und eure Aufgabe nicht aus den Augen zu verlieren. Sie sollen kein Eintrag auf eurer täglichen ToDo-Liste sein, den ihr einfach abhakt – Meetings sollen zu eurer Produktivität beitragen und diese nicht beeinträchtigen. Mit anderen Worten: Ziel sollte es sein, dass ihr mit jedem Meeting Fortschritte macht. Mit der richtigen Technologie seid ihr in der Lage, beispielsweise eine kurze Chat-Nachricht zu schicken und die Bedeutung und die wesentlichen Ziele eines Meetings im Vorfeld zu besprechen.

 

  • Haltet es kurz: Versucht eure Online Meetings so einzurichten, dass sie nicht länger als 30 Minuten dauern und trotzdem jedem Teilnehmer genug Gelegenheit geben, sich zu beteiligen. Die Verwendung von Technologie, die euch einen Überblick über die allgemeine Verfügbarkeit eurer Teilnehmer gibt, vereinfacht den Prozess für euch.

 

  • Habt alles an einem Ort: Die heutige Technologie ermöglicht Screensharing, digitale White Boards und noch viel mehr, so dass alle Teilnehmer während eines Meetings Dateien übertragen, miteinander interagieren und sich einbringen können. Die Chat-Funktionen auch über den Tag hinweg zu verwenden, fördert die Zusammenarbeit zwischen den Meetings und verringert das Hin-und-Her per E-Mail. Ein einzelnes Tool zu haben, das all diese Bedürfnisse erfüllt und vereint, vereinfacht den Zugang zu Dokumenten und Informationen.

 

 

  • Zusammenfassen und weiterverfolgen: Beendet nicht einfach euer Meeting, sondern fasst die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammen und definiert die nächsten Schritte. Verteilt To-Dos an das Team und sorgt dafür, dass diese auch beim nächsten Mal wieder verfügbar sind – sie liefern beim nächsten Mal einen guten Einstieg in das Online Meeting.

Kleinanzeigen als Lektion für Verlage?

11 Apr

In diesen Tagen erreichte mich der Frust eines Verlagschefs.  Er äußerte mehr oder minder unverholen seinen Unmut darüber, dass viele Unternehmen einfach keine vernünftige Mediaplanung mehr machten.

Jedoch muss man sich  auf Verlagsseite fragen lassen, warum (mittlere) Unternehmen überhaupt noch Geld für eine ganzseitige Anzeige in die Hand nehmen sollen – und das dann auch noch systematisch? Die Preise stehen meist einfach nicht mehr in einem akzeptablen Verhältnis zu den möglichen Effekten.

Oft winken Verlage zwar mit ihren Mediadaten und versprechen relevante Zielgruppen, die sie mit ihren Objekten angeblich erreichten. Nur  – und das ist schon lange ein offenes Geheimnis – geben diese Daten meist kein realistisches Bild wider. Das Problem dabei ist übrigens nicht zuletzt, dass man in den Verlagen angefangen hat, den eigenen Mediadaten Glauben zu schenken.

Umdenken tut also not: Google macht dabei eigentlich schon lange vor, wie Verlage Geld machen können. Die großen Budgets werden sich langfristig nur noch schwer erzielen lassen. Stattdessen wird man wohl nicht umhinkommen, kleiner Werbeprodukte in höherer Stückzahl zu verkaufen. Und dabei wird man natürlich auch über die Formen des Publizierens nachdenken müssen.

Das alles ist eigentlich keine schrecklich neue Erkenntnis. Nur tut man sich gerade in den etablierten Verlagen noch immer sehr schwer damit. Aber andererseits haben selbst Social-Media-Giganten wie Facebook Probleme damit, eine geeignete Form des Werbens anzubieten: Börsengang: Wie Facebook um Kleinanzeigen keilt | FTD.de.

PRMS-Klartext: Auf Nimmerwiedersehen, Social-Media-Berater

15 Nov

Man muss nicht immer traurig sein, wenn eine Spezies von der Bildfläche verschwindet. Um die vielen heißluft-produzierenden Social-Media-Berater wäre es jedenfalls nicht schade. Weiterlesen

Banken schweigen zur Krise

19 Okt

Warum schweigen die Banken“, fragt man sich bei W & V. Dabei liegt die Antwort doch auf der Hand: Schweigen ist Gold, und das hat nun einmal im Bankengewerbe einen enorm großen Wert.

Das mag natürlich gerade für diejenigen ein Ärgernis bedeuten, die Fragen haben.  Aber geht es denn tatsächlich noch um Fragen? Nein, es geht um Anschuldigungen, um Stimmungsmache und um Protest.

Protest wogegen eigentlich? Um die Macht der Banken? Um nicht regulierte Märkte und Spekulationen? Oder darum, dass der Steuerzahler nun wieder dazu beitragen soll, die Banken zu rekapitalisieren?

Man kann es drehen und wenden wie man will, der Adressat dieser Fragen sollte eigentlich durchgängig ein anderer sein:  die Politik. Nur hat die sich in den letzten Wochen beinahe genauso unisono auf die Banken eingeschossen. Das fällt auch leicht und keiner übernimmt gerne die Rolle des Sündenbocks: Also reicht man sie am besten weiter an ein dankbares Opfer. Das ist eine Übung, die man in der Politik schnell lernt, gerade dann übrigens, wenn man in der Verantwortung steht: Schuld haben immer die anderen.

Zwar mag es ein bisschen viel des Guten sein, die Banken als wehrloses Opfer hinzustellen, jedoch können die Banker in der gegenwärtigen Situation recht wenig tun, um ihr ramponiertes Image aufzupolieren. Da hilft keine noch so ausgefeilte Strategie, denn mit dem eigentlichen Problem haben die Banken so gut wie gar nichts zu tun: Staatsverschuldung und Eurokrise sind nämlich von der Politik gemachte Probleme. Und genau die muss sie auch lösen.

Was aber können die Banken tun? Sie müssen sich um ihre Kernzielgruppen und Kunden kümmern – am besten persönlich. Wahrscheinlich fällt das den meisten Kreditinstituten auch gar nicht besonders schwer, trifft das Gros des Protestes doch eigentlich den gewissenlosen und gesichtslosen, bösen Banker. Und ob sich irgendwer in den Führungsetagen der Finanzwelt davon angesprochen fühlt, steht zu bezweifeln.

Also schweigen die Banken eben. So richtig zuhören würde ihnen ja doch keiner der Demonstranten. Die haben schließlich in den letzten Tagen und Wochen eines gelernt: Schuld sind immer die Banken – so oder so!

Das schwierige Geschäft mit dem runden Leder

16 Jun

Irgendwie bezeichnend: Während des weltweit wichtigsten Fußball-Events gibt Unitymedia das Ende von ArenaSat bekannt (Ende eines Abenteuers: Unitymedia beerdigt ArenaSat: kress.de). Vielleicht hofft man ja, dass die unangenehme Botschaft im Dauertröten der Vuvuzelas untergeht. Weiterlesen

Kochs PR-Coup

26 Mai

Was können Unternehmen von Roland Koch lernen? Eine wirklich spannende Frage, die Leonie Walter in ihrem Agentur-Blog treffend beantwortet.  Wie perfekt Koch das Spiel mit den Medien beherrscht, zeigt dabei vor allem sein Abgang: Eine durchgetaktete Inszenierung!

Besser kann man einen Zeitpunkt kaum wählen, um ein Thema zu setzen. Und gerade durch diesen Kniff gewinnt der Abschied des hessischen Ministerpräsidenten an Glaubwürdigkeit:  Diese selbstbestimmte Demonstration lässt kaum eine Frage offen und wirkt durchdacht. Das müssen selbst die politischen Gegner anerkennen.

Und wer weiß: Vielleicht sieht man Koch ja bald als Berater. Dass er Themen wie Agenda Setting, Issues Management oder Lobbying aus dem Effeff beherrscht, beweist er nicht zuletzt mit seinem Ausstieg.

Bitkom-Studie kein Grund zur Freude für Medienunternehmen?

26 Apr

kress.de: Bitkom macht Verlegern Mut. – Na, dann ist am Ende doch alles halb so schlimm? Mitnichten! Die Bitkom-Umfrage zeigt das ganze Ausmaß des Dilemmas. Weiterlesen

Fachzeitschriften verlieren weiter an Boden

22 Apr

Meedia: Fachzeitschriften verlieren Werbegelder. Schon wieder also keine guten Nachrichten für die Welt der Fachmedien. Der ohnehin magere Aufschwung kommt in diesem Bereich erst gar nicht an. Weiterlesen

Warum Aussitzen für Nestlé gar nicht so schlecht ist

23 Mrz

In der vergangenen Woche schlug sie wieder: die große Stunde der vermeintlichen Social-Media-Experten. Sie schrieben sich die Finger wund und fragten, warum Nestlé sich eher zögerlich und unbeholfen gegen Greenpeace wehrt. Auslöser war ein methodisch hervorragend gemachtes Propagandavideo, in dessen Folge die Anhänger der Umweltaktivisten zum Beispiel die Nestlé-Facebook-Fanpage „übernahmen“. Weiterlesen