Tag Archives: virales marketing

Google muss sich nicht vor Facebook fürchten

22 Mai

W&V: „Mediaplaner haben die Möglichkeiten von Facebook noch nicht erkannt“.

Ja, ja – seit mehreren Jahren hört man nun schon, Unternehmen haben die Möglichkeiten sozialer Netzwerke noch nicht verstanden. Man kann nur hoffen, dass die Marketing-Verantwortlichen nicht eines Tages wirklich zu glauben beginnen, sie könnten die Benutzer durch irgendeinen Hokuspokus dazu bringen, über eine Marke zu diskutieren. Solche Diskussionen fanden und finden so gut wie überhaupt nicht statt. Zudem sind sie höchst uninteressant.Vielmehr sollte man sogar die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass die Benutzer sozialer Netzwerke gerade solchen Diskussionen entgehen wollen.

Interessant wäre es da schon eher soziale Netzwerke als Teil der Marktforschung und Kundenbindung zu begreifen. Jedoch steht zu bezweifeln, dass das Gros der Unternehmen in naher Zukunft hier mit einer schlüssigen Strategie aufwarten kann. Stattdessen prägen Social-Media-Guidelines das Bild. Diese regulieren jedoch eher, als dass sie zu offener Kommunikation animieren würden. Sie sind aus naheliegenden Gründen von der Angst geprägt, ein Unternehmen könne sensible Informationen in die Öffentlichkeit tragen und so einen Imageschaden erleiden.

Wer in seinen Markt hineinhorchen will, findet in sozialen Netzwerken sicherlich gute Möglichkeiten. Auch für virale Kampagnen bieten Facebook & Co natürlich eine Basis, über die man nachdenken sollte, wenn man sich mit derlei Aktivitäten befasst. Hier direkte Verkaufsimpulse setzen zu wollen, dürfte jedoch eher scheitern. Man kann aber Stimmungen, Einstellungen und Haltungen seiner Zielgruppe identifizieren und für sich nutzen. Allerdings eher mittelbar.

Ansonsten empfiehlt es sich, einfach mal einen Schritt zurück zu machen, um zu  überlegen. Soziale Netzwerke sind eine Schnittstelle, an der man sich verbindet und sehr oft auf andere Quellen verweist. Marketing-Verantwortlich erhalten hier also auch eine wertvolle Rückmeldung darauf, welche Inhalte bei der eigenen Zielgruppe rezipiert werden. Letztendlich ist das auch ein Fingerzeig, wo es sich zu werben lohnt.

Selbstverständlich können sich Unternehmen auch in die entsprechenden Diskussionen einmischen. Nur eben nicht mit den Werbebotschaften ihrer Marketing-Abteilungen. Für die gibt es auch bei Facebook die entsprechenden Werbeformat. Also doch eher Standard!

Na ja, und dass die soziale Intelligenz irgendwann die semantische Suche hinter sich lassen kann, wäre eine eher gewagte Annahme. Google muss sich also kaum vor Facebook fürchten.

Das große Social-Media-Missverständnis

8 Sep

Seit heute bin ich sicher: In Sachen Social Media unterliegen wir oft einem großen Missverständnis. Viele scheinen nämlich zu glauben, dass man mit Social Media für wenig Geld ganz tolle und vor allem virale Sachen machen kann. Dabei zeigen doch gerade die positiven Beispiele immer wieder, dass man dort mit ganz viel Aufwand gearbeitet hat. So zum Beispiel auch das Beispiel von Tipp-Ex und dem Bären. Ich jedenfalls wäre nicht überrascht, wenn das eine virale Kampagne wird, von der man noch in Jahren überaus lobend in Fachkreisen sprechen wird. Nur billig war die ganze Sache sicher nicht! Spaß macht sie aber so oder so.

„iPad ist der heilige Gral der Pornoindustrie“

23 Jul

So richtig in Fahrt bringen wollte Steve Jobs den Markt mit dem iPad auf jeden Fall. Nur sollte das iPad immer schön sauber bleiben. Irgendwie dumm gelaufen, denn eine der wichtigsten Anwendungen des Geräts ist eben der Internetzugriff – und die Inhalte dort lassen sich nicht so einfach kontrollieren wie die Apps.

Vielleicht probiert es Apple einfach mal mit vorinstallierten Content-Filtern? Aber das würde bestimmt die Verkaufszahlen drücken! Wie man es macht ist es halt verkehrt!

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„Das iPad ist definitiv der heilige Gral der Pornoindustrie“, erklärt Joone, Gründer des Erotikunternehmens Digital Playground. „Ich habe meinen Augen nicht getraut, als wir nach dem Startwochenende des iPads unsere Serverstatistiken ausgelesen haben“, sagte der Unternehmer gegenüber der Wirtschaftswoche. Sein Unternehmen hätte auf Anhieb zwanzig Prozent mehr Besucher auf der Website und 30 Prozent mehr Anmeldungen bei dem kostenpflichtigen Videoportal verzeichnet.

Diese Entwicklung kann ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Apples CEO Steve Jobs sein. Einer seiner Wünsche war es, dass niemals ein Pornostreifen auf seinen Geräten laufe. Auch deshalb kontrolliert Apple alle Apps für iPhone und iPad sehr genau und duldet dabei keine anstößigen Inhalte. Keinen Einfluss hat Apple jedoch auf frei im Netz verfügbare Inhalte.

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